Mit raffiniertem Olivenöl bis 220 Grad braten

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Mit einem nativen oder einem extra nativen Olivenöl kann man bis zu 180 Grad bedenkenlos braten. Wenn es darüber geht, gehen die Vitamine ein wenig verloren, aber das ist gesundheitlich absolut nicht schlimm und unbedenklich. Doch was verwendet man, wenn man die Vitamine erhalten möchte? Für diesen speziellen Fall gibt es noch das raffinierte Olivenöl, das Hitze bis zu 220 Grad aushält und sich dabei nicht verändert. Raffiniertes Olivenöl ist dabei eine Güteklasse, die in Deutschland und den umliegenden Ländern festgelegt ist. Also weiß man, was man kauft. Das raffinierte Olivenöl ist damit nicht nur gut zum Braten geeignet, sondern kann auch uneingeschränkt zum Frittieren benutzt werden. Beim Raffinationsprozess von Ölen entstehen höhere Temperaturen als beim Braten in der Pfanne und so sind raffinierte Olivenöle besonders für diese Zwecke geeignet. Praktisch hierbei ist auch, dass man das raffinierte Öl zwei Mal oder auch öfter verwenden kann. Dafür muss man es nach dem Braten nur auffangen, um es später noch einmal wiederzuverwenden. Voraussetzung für eine zweite oder gar dritte Verwendung ist aber, dass der Geruch von den frittierten und angebratenen Speisen sich nicht in das Öl festgesetzt hat.

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Foto: JAVIBARNAPOLIS / pixabay

Gerade bei Fisch oder Pommes kann dies schnell passieren. So schmecken dann alle nachfolgenden Speisen ebenfalls nach dem vorherigen Angebratenen. Wenn man dies nicht möchte, sollte man das Öl öfter ersetzen. Wenn aber das gleiche gebratene oder frittierte Essen öfter auf dem Speiseplan steht, ist es eine gute Idee, das Öl öfter zu verwenden. Wenn man mit Olivenöl schmoren möchte, benötigt man nur sehr wenig Olivenöl. Es sollte die Pfanne möglichst nur auskleiden. Wenn das Bratgut darin schwimmt, war es zu viel Öl. Beim Erhitzen bildet sich so eine braune Kruste. Das sind die Röststoffe. Sie können später eine leckere Sauce ergeben, wenn man sie in Gemüsebrühe, Wasser oder Wein aufgießt. Bei rund 100 Grad kann man dann die Sauce mit dem Bratgut in einem geschlossenen Topf garen. Die Nährstoffe bleiben bei diesem Vorgang weitgehend erhalten und so hat man später den fruchtig leckeren Geschmack von Olivenöl, den man mit ein paar Gewürzen auch noch verfeinern kann, wenn man will.