Karibik – eine Traumregion mit Handicaps

Reading time:

Das Verbringen von Ferien Karibik zählt heute nicht mehr zu den großen Abenteuern dieser Welt, sondern zu Dingen, die schon fast alltäglich geworden sind. Der internationale Tourismus auf den Karibischen Inseln hat dabei in den letzten Jahren neue Ausmaße angenommen. Die zuständigen Inselregierungen tun dabei alles was in ihrer Macht steht, um auch weiterhin Tradition und Moderne nebeneinander wirken zu lassen. Denn die Karibischen Inseln sind zum großen Teil – was man leicht vergisst, wenn man in seinem westlich ausgelegten Hotel nächtigt – immer noch Entwicklungsländern. Dies trifft insbesondere auf die Dominikanische Republik zu. Die Touristen spüren das natürlich nur wenig. Denn sie haben den ganzen Tag über Strom und auch frisches Trinkwasser zur Verfügung. Sehr krass ist dabei der Unterschied in der Dominikanischen Republik vor allem in Punta Cana zu spüren, wo die Touristenhochburg des Landes ist. Anders als dort gibt es sonst wo nicht überall den ganzen Tag Strom und Wasser.

Foto: Thaifan  / pixelio.de
Foto: Thaifan / pixelio.de


Armes Land

Außer den herrlichen Stränden und den wenigen Touristenhochburgen hat die Dominikanische Republik nicht viel zu bieten. Dies ist auch anderswo in der Karibik zu spüren. Doch gerade hier ist der Unterschied zwischen den Hochburgen, wo sich die Touristen aufhalten und dem Inselinneren schon recht stark. Insbesondere ist das Bildungsniveau in diesem Land nicht sonderlich hoch. Rund 80 Prozent der Einwohner sind Analphabeten und mehr als 45 Prozent der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Sie verdienen ihr Geld zwar auch im Tourismus. Doch sind das -bezogen auf die westliche Wirtschaft – Billigjobs, von denen sie nicht leben können. Die Arbeitslosenquote liegt dabei recht niedrig für ein Entwicklungsland, nämlich nur bei 17 Prozent.

Nachfrage sehr hoch

Allgemein gesehen ist dabei die Nachfrage nach weiteren Hotelbauten im ganzen Land sehr hoch. Denn die Reiseunternehmen könnten letztlich mehr Reisen in die Dominikanische Republik verkaufen, als dass sie anbieten können. Last Minute Schnäppchen gibt es natürlich auch hin und wieder. Allerdings ist man in der Dominikanischen Republik zurzeit wohl an seine Grenzen gekommen was den Ausbau von weiteren Ferienorten angeht. Denn auch hier verfolgt man mittlerweile einen angehenden Ökotourismus. Das bedeutet in seiner Konsequenz – weg vom Massentourismus und hin zu einem naturverträglichen Tourismus.