Informationen zu den Gigantengräber

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Vor kurzem war ich mit meinen Eltern auf Sardinien. Dort wollten wir vor allem Sightseeingtour machen und haben uns ein Auto geliehen, um mobiler zu sein. So sind wir dann auch an einem Tag bei den Gigantengräbern gelandet, die schon im Jahr 2200 v. Chr. gebaut wurden. Mich hat das sehr beeindruckt und ich wollte mehr wisse und so zog ich das Wissen sozusagen auf, das mir die Tafeln vor Ort mitteilten. Außerdem war die Anlage sehr sauber und gepflegt und so hat es wirklich Spaß gemacht, hier seine Zeit zu verbringen. Das Besondere an der Anlage sind die herausragenden Elemente der ersten Generation der Gigantengräber. Sie zeichnen sich durch phallische, bis zu 4 Meter hohe Portalstele aus, die im Zentrum der Exdra existieren. Sie sind einzig in ihrer Art und damit etwas ganz besonderes. Weltweit wurden sie mit den anderen 321 bekannten Anlagen verglichen und weisen Ähnlichkeiten mit den irischen Court tombs und den shottischen Clyd tombs auf, sind aber dennoch nicht identisch. Baulich gibt es bei den Gigantengräbern zwei verschiedenen Formen. Zum Einen gibt es Gigantengräber mit Portalstelen.

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Foto: FIRSTonline / pixabay

Hierbei markieren die Stelen ähnlich wie Zugänge bei Felsengräbern den Eingang. Zum Anderen gibt es Anlagen, die nicht mit zentralen Stelen versehen sind. Hier, bei den Gigantengräbern auf Sardinien, ist wahrzunehmen, dass die Exdra aus Blocksteinen auf einer der umgestürzten Portalstele errichtet wurde. Ausgangspunkt ist auch bei diesem Gigantengrab die U- förmigen Dolmen. Die Galerien sind meist eng, oft nur mit einem ziemlich kleinen Durchlass am unteren Ende der Portalstele versehen und bis zu 24 m lang.