Die Karibik – die ärmste Region der Welt

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Als im 15. Jahrhundert die ersten Eroberer in die Karibik kamen, hatten sie nur eines im Sinn – das Land erobern und die Menschen versklaven. Und genau nach diesem Schema ist das auf fast jeder Karibikinsel abgelaufen. Die Dominikanische Republik erkämpfte sich 1844 die Unabhängigkeit und ist seither eine Präsidiale Republik und hat für sich den Wahlspruch „Gott, Vaterland, Freiheit“ gewählt. Bis vor rund 40 Jahren waren die Einnahmen aus dem Export von Bananen, Zuckerrohr, Kaffee und Kakao die Standbeine dieses Entwicklungslandes. Durch den Tourismus gewann die Dominikanische Republik zwar an Bekanntheit, doch bis heute haben die hierdurch erwirtschafteten Deviseneinnahmen nicht dabei helfen können die Armut im Land zu besiegen. Und Karibik Reisen werden immer attraktiver aufgrund der nachlassenden Sicherheitslage in vielen anderen Teilen der Welt, wie in Nordafrika.

Foto: Bernd Felgentreff  / pixelio.de
Foto: Bernd Felgentreff / pixelio.de


Punta Cana – ein Ausnahme-Touristenort

Die Regierung der Dominikanischen Republik hat in den letzten Jahren indes sehr viel Geld in den Ausbau des Tourismus gesteckt. Die meisten Hotelbauten, die hier entstanden sind, sind aber das Werk von ausländischen Investoren, die zwar auch einige Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung schaffen konnten. Doch meist bringen sie ihre eigenen Kräfte mit und die Menschen in der Dominikanischen Republik müssen Hilfstätigkeiten ausüben. Dies führte dazu, dass die Arbeitslosenquote zwar nur bei 17 Prozent liegt, was niedrig ist für eine Entwicklungsland, aber die Zahl der Analphabeten nicht runtergegangen ist, sondern nach wie vor bei weit über 80 Prozent liegt. Ein Ausnahme-Touristenort ist dabei Punta Cana . Hier gibt es den ganzen Tag Strom und Wasser.

Armes Land

Im übrigen Land sieht die Versorgungslage weitaus schlechter aus. Es gibt nur wenige Orte, die wie Punta Cana auch ganztätig Strom haben und auch immer frisches Trinkwasser. Die Touristen bekommen davon meist nichts mit, weil sie ihr Hotel bzw. den Hotelstrand eh nicht verlassen. Dies hat auch zum Teil sicherheitstechnische Gründe. Denn die Dominikanische Republik hat das Problem, wie viele andere Entwicklungsländer mit Tourismus auch, dass die Kriminalität im Land sehr hoch ist. Und die erfordert eben Maßnahmen, die dazu führen, dass die Touristen ein bisschen eingeschränkte Bewegungsfreiheiten haben. Dennoch gibt es auch Angebote für Ausflüge ins Landesinnere.