Besonderheiten beim Autofahren in Frankreich

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Frankreich ist ein Land, das in Sachen Verkehr recht gut organisiert ist. Auch wenn es Motorradfahrern und auch den Autofahrern nicht so schmeckt, aber Bußgelder werden von deutschen Touristen nicht mehr direkt vor Ort kassiert. Die Strafverfolgung wird heute über die Landesgrenzen hinweg durchgeführt – durch die örtliche Behörde vom Heimat-Ordnungsamt. Das ist gar nicht so selten. Denn mit dem Überschreiten der Landesgrenze Deutschland / Frankreich begibt man sich in ein Land, in dem eine andere Fahrkultur herrscht. Man fährt in Frankreich sehr viel aggressiver als in Deutschland. Vergleichbar ist die Fahrkultur in Frankreich durchaus mit der in Italien. Verwirrt sind viele Touristen in Frankreich vor allem von den vielen Schildern. Doch diese erfüllen alle ihren Zweck. Und dennoch kommt es zu teils schweren Unfällen in Frankreich.

Foto: 1A-Phoenix  / pixelio.de
Foto: 1A-Phoenix / pixelio.de


Sonderregeln für Fahranfänger

Wer in Frankreich Fahranfänger ist, der muss sich darauf einstellen, dass er eigentlich auf der Autobahn und auch auf der Landstraße automatisch zu einem Verkehrshindernis wird. Denn anders als die anderen Autofahrer muss ein Fahranfänger auf Autobahnen die Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h einhalten, während die anderen 130 km/h fahren dürfen. Und auf Landstraßen gilt für Fahranfänger 80 km/h statt der erlaubten 90 km/h. Das Konzept hat sich aber bewährt. Man kann durchaus damit zurechtkommen. Doch einige Franzosen fangen natürlich an zu hupen, auch wenn sie sehen, dass es sich bei dem voranfahrenden Fahrzeug um einen Fahranfänger handelt. Eilig hat es der Franzose aber doch meist nicht. Denn die Franzosen gehören von ihrer Mentalität her eher zu denen, die den Tag gemütlich angehen.