Autoversicherung in der Schweiz – teuer für Ausländer

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Schon vor vielen Jahren wurde auch in den deutschen Medien über die „Besonderheiten“ der Autoversicherung Schweiz berichtet, wenn diese von einem Ausländer in Anspruch genommen wird. Denn das kann eine sehr teure Angelegenheit werden. Grund dafür ist, dass die Versicherungen in der Schweiz bei Ausländern ganz besonders dreist hinlangen. Denn auch in der Schweiz herrscht seit einigen Jahren so etwas wie Nationalismus. Und das in recht ausgeprägter Form, die man den Schweizern eigentlich nicht so zugetraut hätte. So wollte eine Partei sogar, dass man eine Unterscheidung in der Kriminalstatistik zwischen „reinen Schweizern“ und Eingebürgerten vornehmen sollte. Die Begründung: Nach Ansicht der Partei sind Ausländer mit Migrationshintergrund überproportional kriminell. Die offenbar gewollte und durchaus gestattete Diskriminierung, die sich für die Betroffenen schon seit Jahren in Franken und Rappen auswirkt, ist eben die Autoversicherung.

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de


Unterschiedliche Tarife

Für die Ausländer, die eine Autoversicherung benötigen, wird das Ganze dann zum Hindernislauf. Denn die Versicherungen haben sich auch nicht auf einen Betrag geeinigt, sondern bieten zudem auch komplett unterschiedliche Tarife an. Wer anfragt als Ausländer, warum das so teuer ist für ihn, der bekommt von den Versicherungen die Antwort, dass es sich um ein Geschäftsgeheimnis handelt und dass man darüber eben keine Auskunft gibt. Auch die Versicherungsmathematik wird immer wieder gerne herangezogen. Verwiesen wird auch gerne auf ein Scoringmodell. Dabei wird jedem Ausländer ohne Umschweife gleich erklärt, dass tief in die Tasche gegriffen werden muss.

Berechnungsgrundlagen

Tatsache ist, dass die Nationalität des Fahrers, der Wohnort, das Alter, das Geschlecht, die Fahrerfahrung und der bisherige Schadensverlauf und die Art und Leistung des Fahrzeugs eine Rolle spielen. Eine hohe Gewichtung liegt dabei eben auf der Nationalität des Fahrers. Besonders stark benachteiligt werden in der Schweiz Autofahrer mit einem Pass aus einem der Balkanstaaten oder der Türkei, die über eine Niederlassungsbewilligung B verfügen. Diese bezahlen für Haftpflicht und Vollkasko im Schnitt ca. 57 Prozent mehr als ein Schweizer. Die Franzosen kommen da mit einem Plus von 22 Prozent noch glimpflich davon, wie auch die Deutschen mit nur 6 Prozent mehr. Das ist schon sehr deutlich, doch wird von der Schweizer Regierung nicht als Problem angesehen, sondern ist ein Normalzustand.