Ab nach Musandam

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So manche Oman Rundreise führt auch nach Musandam – einem Wunder der Natur an der Straße von Hormuz. Wer seine Rundreise mit dem Flugzeug durchführt, der kann die Schönheit von Musandam schon von oben aus sehen. Es handelt sich um eine märchenhafte Welt aus Fjorden und Felsen, die sich entlang der Halbinseln in die streng gefalteten Berge des Oman Gebirges schlängeln, die hier abrupt ins Meer abstürzen. So tauchen grandiose Küstenformen auf einmal im türkisblauben Wasser vor der Halbinsel auf. Die Insel selbst hat eine Fläche von 1800 km² und trennt den 90 km breiten Korridor an der nördlichen Spitze von der arabischen Halbinsel – auch bekannt als Straße von Hormuz. Diese war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Zankapfel zwischen den heutigen Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Sultanat Oman. Schuld daran waren die mit dem Oman damals verbündeten Engländer. Diese drängten den damaligen Sultan sich die Arabische Halbinsel anzueignen. 1970 als der heutige Sultan die Macht übernahm, wurde diese Grenze mit den Vereinigten Arabischen Emiraten vertraglich gesichert.

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de
Foto: Dieter Schütz / pixelio.de


Norwegen Arabiens

Heute ist Musandam sehr wichtig für den Tourismus im Land. Denn die Region gilt mit ihren tief eingeschnittenen Fjorden und den Felsen als „Norwegen Arabiens“ und zieht Jahr für Jahr viele Touristen an. Der Tourismus ist für die Region auch sehr wichtig. Denn die doch recht unwirkliche Landschaft ist karg und Landwirtschaft kann hier nicht betrieben werden. Am Tag über steigt die Temperatur auf um die 40 °C und in der Nacht nähern sich die Temperaturen schon fast dem Gefrierpunkt. Denn sobald die Sonne verschwindet hinter den Bergen wird es hier ungemütlich und kalt, vor allem auf dem Wasser. Menschen lebten hier jedoch schon früher. Davon zeugen ca. 2.000 Jahre alte Felszeichnungen mit Tieren, Kriegern und Booten.

Unberührte Natur

Obwohl die Grenzregelung schon seit mehr als 20 Jahren bestand, wurde die Halbinsel erst 1992 für Touristen freigegeben. Zuvor war die Halbinsel militärisches Sperrgebiet. Heute können Touristen außer auf dem Luftweg auch über Land die Halbinsel betreten. Es ist hier alles noch unberührt: Bergziegen kreuzen hier den Weg und gehen auch ungehindert über die Grenze. Vor allem Familien aus Dubai nutzen das Angebot der Halbinsel.